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Seelen vom Vortag

Nie war guter Rat teurer. Wie schafft man die Wiedereröffnung eines weltberühmten Theaters in der Verbindung von achtbarer Kontinuität und knackigem Neuanfang? In Berlin gleicht das der Flughafenfrage. Die zusätzlichen Millionen, die Chris Dercon für die Volksbühne in der Schatulle hatte, waren ja ebenso wenig die Antwort wie das ständige Nachschießen von Geld in den BER.

Kontinuität im Sinne Dercons ist nun, dass er aus seinem früheren Arbeitsbereich, den Museen für zeitgenössische Kunst in London und München, Tino Sehgal zur Lösung seines Problems heran und von den Berliner Festspielen weg zog, die diesem gerade noch allseits bewunderten Erfinder immaterieller Kunst unlängst eine Retrospektive ausgerichtet hatten. Sehgals Arbeit These Associations hatte Dercon indes in der Tate Modern…

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