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Arm gegen Ärmer

Hinter der großen Glastür ist der Andrang wie immer groß. Ein Mann mit dunkler Sonnenbrille humpelt zur Kaffeekanne, auf einem Stuhl hat ein junger Mann aus Westafrika, dem ein Bein fehlt, Platz genommen. Eine Familie aus Osteuropa sitzt an einem Tisch, aus dem Kinderwagen lächelt ein kleines Mädchen. Ein Obdachloser mit weit aufgerissenen Augen hat sein Hab und Gut mitgebracht: zwei vollbepackte Taschen. „Wir nehmen hier alle so, wie sie sind“, sagt Maria Goetzens. Seit 1997 leitet die Allgemeinärztin die Elisabeth-Straßenambulanz der Frankfurter Caritas. Jeder der 30 Patienten an diesem Vormittag hat eine spezielle Geschichte – eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie können sich eine Behandlung nicht leisten, haben meist keine Versicherung. Hier wird ihnen trotzdem geholfen. Heute kü…

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