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Vor der Fusion

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„Freitag“-Szene ca. 2000, v. l.: Michael Jäger, Ulrike Baureithel, Marina Achenbach, Christoph Hein, Wolfgang Ullmann

Foto: Archiv

Das Ende bleibt der Nachwelt unverloren, endet ein Essay von Vera Wollenberger (heute Lengsfeld) in der 39. Ausgabe der Wochenzeitung Sonntag. Die damalige DDR-Bürgerrechtlerin, heute am rechten Kanalufer unterwegs, berichtet darin über die Arbeit der Volkskammer der DDR, der sie als Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen angehört hatte. Der Text ist, in Goethes Vorspiel auf dem Theater eingefasst, enorm bissig und bis heute lesenswert. Fünf Tage später, am 5. Oktober 1990, ist das erste frei gewählte Parlament der DDR bereits Vergangenheit, einen Monat darauf auch der Sonntag und die Volkszeitung, die fusionieren: „Nein, hier Volkszeitung“, mussten w…

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