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Erbsünde und Versöhnung

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Paris, 18. Oktober: Gedenken an den ermordeten Lehrer Samuel Paty

Foto: Cyril Zannettacci/VU/laif

Der Mord an Samuel Paty rückt die Barbarei unmittelbar in unsere Nähe. Der französische Lehrer wollte Meinungsfreiheit lehren und verwendete ausgerechnet jene Karikaturen, die 2015 zum tödlichen Anschlag auf zwölf Redaktionsmitglieder des Satiremagazins Charlie Hebdo führten. Anlass war offenbar, dass die Attentäter heute vor Gericht stehen und die Zeitschrift die Karikaturen abermals veröffentlichte. Patys Engagement war, wie wir jetzt wissen, leichtsinnig, vielleicht naiv. Denn der Islamismus war mit der Zurückdrängung des IS durch eine internationale Allianz, zu der auch die Franzosen gehören, nicht verschwunden. Vielmehr schwelen narzisstisch aufgeladene Visionen eines dschihadi…

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