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Ein letztes Mal Kino

In der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs war Samstagabend einiges los. Im Zentrum stand ein metallenes Gehege aus Bauzäunen, an dessen Eingang musste man seine persönlichen Daten hinterlassen und bekam einen Sitzplatz in den mit Abstand aufgestellten Stuhlreihen zugewiesen. Über den Treppenstufen, die von der Eingangshalle zu den Gleisen führen und auf denen sich in den vergangenen Jahren das Publikum noch dicht an dicht drängte, schwebte nun die Leinwand. Immer wieder flogen Tauben darüber hinweg. Ein bisschen Wehmut stieg auf. Es war der vorletzte Abend bevor die Kultureinrichtungen erneut für einen Monat schließen mussten. Ein letztes Mal Kino.

Die diesjährige Ausgabe des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) hatte sich auch Christoph …

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