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Kunst hatte Reisefreiheit

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Hermann Glöckner, „Schwarz und Weiß auf Blau“ (Collage, 1957)

©Hermann Glöckner/VG Bild-Kunst Bonn, 2019; Foto: Herbert Boswank

Ein Schatten zieht den ockerfarbenen Hintergrund hinab ins Braun, eine ältere Frau mit kurzen, bald grauen Haaren sitzt vor einer Wand und hinter der langen Tischreihe: Die Ausgezeichnete. Der Maler Wolfgang Mattheuer hatte das Gemälde 1973 erstmalig auf der Dresdner Bezirksausstellung zeigen können. Im weißen Tischtuch sind weniger Falten als in ihrem Gesicht, auch auf der Tischfläche künden Schatten schon vom vergehenden Nachmittag. Die Kleidung der Frau ist schlicht, wohl eine Strickjacke, dunkelgrüne Bluse, ein Amulett aus vergangenen Zeiten schmückt ihre Brust. Blickt sie auf den schlichten Tulpenstrauß vor sich? Ist sie erschöpft in den Schlaf hin…

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