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Metaphernmeer

Stellen wir uns die Zyklen des Fortschritts der letzten 130 Jahre als Gezeiten vor, so setzt mit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine Flutwelle ein, die ihren schrecklichen Höhepunkt in den Abwürfen der Atombomben findet. Dann ebbt die Entwicklung in der zweiten Hälfte dieses von Drangsal durchsetzten 20. Jahrhunderts ab, bis sie seit dem Zusammenbruch des Ostblocks von einer neuen Flut abgelöst wird.

Wir Zeitgenossen, die wir uns geistig – allein was unsere und unserer Ahnen Lebenszeit angeht – in den letzten beiden Jahrhunderten bewegen, schauen wie ein verstörtes Kaninchen auf die aktuelle, von elektronischer Gischt umtoste Flutwelle, die uns mit ihrer allmächtigen Wahrnehmung und einem womöglich totalen Bewusstsein unter sich zu begraben droht.

Selbstverständlich findet diese Verstöru…

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