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Leningrader Nächte

Musik im Sozialismus – das scheint im Filmjahr 2018 europaweit ein Thema zu sein: Der Pole Paweł Pawlikowski folgt in Cold War einer tragischen Liebe unter Musikern durch die Wirren des Nachkriegs(ost-)europas; hierzulande porträtierte Andreas Dresen den Liedermacher Gundermann, der mit seiner Vergangenheit als Stasi-IM ringt. Kirill Serebrennikow widmet sich in Leto nun den Anfängen der legendären sowjetischen Rockband „Kino“. Sein Film ist dabei weder typisches Künstler-Biopic noch trockene Zeitgeschichte: mit knalligen inszenatorischen Ideen und großartiger Besetzung rekonstruiert der Regisseur die Stimmung des Leningrader Undergrounds der frühen 80er Jahre – und bricht sie auch immer wieder ganz bewusst.

Es ist eine clevere narrative Idee, gerade die Anfangsjahre der Band zu beleuch…

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