Loading

„Gelogen wurde immer“

Fanatiker, Frauen- und Fremdenfeind, einer, der die englische Sprache so foltert, dass George W. Bush in Verlegenheit geriete. Das ist der Sermon vieler US-Linker über Donald Trump. Eine der ärgerlichsten Folgen seiner Wahl vor zwei Jahren ist, dass legitime Kritik sich nun oft zu nah am Klischee bewegt. Jenseits des Klischees bewegen sich Chapo Trap House. Der Podcast, der sich durch Crowdfunding finanziert, hat sich auf die Scheinheiligkeit vieler Demokraten genauso eingeschossen wie auf republikanische Vetternwirtschaft, ungerechte Sozial- und Wirtschaftspolitik.

Chapo Trap House, die sich nach dem mexikanischen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán benannt haben („Trap House“ ist ein Slangwort für Drogenlabor), sind ein Megafon für den Frust über ein System, in dem Trump Präsidentsch…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.