Loading

Endlich geisterfahren!

Abschied kann so banal und dabei so schmerzhaft sein. Wenn zum Beispiel die Kaffeemaschine vor sich hin blubbert und röchelt, während im Nebenzimmer die Oma ihren letzten Atemzug tut. Ihr Tod ist der vorletzte Schritt auf dem Weg zur Selbstauslöschung, die der Protagonist von In My Room erleidet, ohne zu wissen, wie ihm geschieht, und die Autorenfilmer Ulrich Köhler verkehrt rum erzählt, als Negativbild: Sein Armin (Hans Löw), den die Kamera in keiner Szene des Films aus den Augen lässt, oft in suchenden Schwenks, als hätte sie Angst, er würde irgendwann tatsächlich noch abhanden kommen, wird über Nacht zum letzten Mann auf der Welt. Und damit zugleich natürlich zum ersten. Die restliche Menschheit ist spurlos verschwunden. Es dauert, bis Armin seine Rolle als Adam in diesem Weltendszen…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.