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100 Tage, 100 Jahre

Ja klar, „die Russen“ wieder, selbst beim bayrischen Bier – das passt natürlich allen, die mit der Revolution vor 100 Jahren nichts anfangen können: Der Münchner Dieter Püschel steht Ende Oktober im Mathäser Filmpalast am Stachus und ärgert sich ein bisschen. Natürlich über das läppische Denkmal für Kurt Eisner, den Revolutionär und Gründer des Freistaates Bayern; eine Metall- und Glastafel haben sie ihm hingestellt, kaum mehr als einen Meter hoch, am Rande dieser öden Metall-, Glas- und Steinpassage mit ihren Rolltreppen, Kinoticket-Automaten, Boutique-Schaufenstern und Schnellrestaurants. Früher befand sich hier der größte Bierausschank der Welt, das Mathäser-Bräu, 4.000 Plätze. Unter dem Bild Eisners steht: „Im ehemaligen Mathäser-Bräu übernahm am Abend des 7. November 1918 der Arbei…

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