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Warten auf den großen Sprung nach hinten

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Daniel Kahn & The Painted Bird singen über Leid, Kampf und die bessere Welt von morgen

Foto: Imago

Bei den ersten Klängen eines Klezmer-Lieds hat man unvermeidlich eine Szene vor Augen: Ein junger Mann auf einem Stuhl wird auf die Schultern einer tanzenden Menge gehoben. Doch Klezmer – Akkordeons, Klarinetten, freudig-melancholisches Chaos – ist nicht nur für jüdische Feste wie die Bar-Mizwa. Klezmer war einst auch die Hintergrundmusik für Millionen jüdischer Proletarier in Osteuropa. Ihre eklektische Sprache, das Jiddische, klingt wie ein altmodisches Deutsch mit einer für teutonische Verhältnisse ungewöhnlichen Lebensfreude. Sobald man sich an die Aussprache gewöhnt hat, versteht man halbwegs auch jene Texte, die Unterdrückung beklagen und die sozialistische Utopie beschwö…

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