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Tödliches Zögern

Ich weiß nicht mehr so genau, wann ich Wolfgang Franßen kennengelernt habe. Muss so um 2010, 2011 rum gewesen sein, auf irgendeinem Kongress zur Kriminalliteratur. Ein Theater-Profi, der sich für den Roman Noir interessiert oder noch präziser für die Spielart des Polar, also des Noir, der sich auch als politische Kriminalliteratur begreift. Wir kamen ins Reden, und Wolfgang Franßen, als energischer und tatkräftiger Aficionado, entwickelte seine Idee, einen Verlag eigens für dieses in Deutschland schon immer unterschätzte, in der internationalen Kriminalliteratur aber schon immer vorhandene Subgenre zu gründen. Zielgruppe pur, sozusagen – und, das war das Neue, fokussiert eben auf den internationalen Polar. Den hatte es zwar schon immer in anderen Verlagen gegeben, aber noch kaum als kon…

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