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„Erstmal ist das gruslig“

Es gibt Kriminalfälle, die einen ganzen Ort verändern. Im oberbayerischen Dorfen hat vor dreißig Jahren Slobodan Stefanovic auf der Wache drei Polizisten erschossen, die zuvor seine Gewehre konfisziert hatten. Der Schütze kam aus dem ehemaligen Jugoslawien. Nach der Tat kochte im Ort der Fremdenhass hoch – bis zur Eskalation: Ein Mann aus dem Nachbarort Isen überfiel eine Sparkasse und nahm Geiseln, die er gegen drei türkische Staatsangehörige austauschen wollte. Um Rache zu nehmen für die toten Polizisten. Diesen Fall hat Leonhard F. Seidl zur Grundlage seines neuen Kriminalromans Fronten gemacht. Seidl ist selbst in Oberbayern aufgewachsen, eine kurze Radtour von Dorfen entfernt. Heute lebt er in Mittelfranken.

„Nürnberg ist schön“, sagt er unvermittelt beim Spaziergang durch die Stad…

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