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Das eigentlich Schlimme daran

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Das Tor zum Paradies hätte man sich doch etwas anders vorgestellt

Foto: Isaac Lawrence/AFP/Getty Images

Wer in der Paradise-Papers-Datenbank des International Consortium of Investigative Journalists die Namen mutmaßlicher Steuersünder suchen will, muss zuvor einen Haken setzen. Und erklären, die Modalitäten „gelesen und verstanden“ zu haben, etwa diese: „Die Nutzung von Offshore-Firmen kann legitim sein.“ Wer in den Paradise Papers auftauche, habe nicht unbedingt das Gesetz gebrochen. Diese Einverständniserklärung ist bezeichnender als das, was Journalisten aus den 13,4 Millionen geleakten Dateien über „mehr als 120 Politiker aus beinahe 50 Ländern“ aufbereitet haben.

Denn die Vermeidung von Steuern ist heute meist kein Verstoß gegen Gesetze, sondern legalisierte Norm. Legalisie…

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