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Keine Therapie für den Duce

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Freud ist nur der Posterboy für ein ganz anderes Thema Foto: AFP/Getty Images

Aufgeschreckt wurde der italienische Historiker Roberto Zapperi von einer eigenartige Episode aus der Biografie des berühmten Wiener Psychoanalytikers. 1933 lässt Sigmund Freud dem italienischen Diktator ein Buch zukommen, das er mit einer Widmung versieht: „Benito Mussolini mit dem ergebenen Gruß eines alten Mannes, der im Machthaber den Kultur-Heros erkennt“. Die Befürchtung, dass Freud tiefer liegende Sympathien für den faschistischen Staatsmann hegen könnte, zerstreute sich jedoch.

In seiner Studie zeichnet Zapperi schrittweise nach, wie es zur Entstehung einer Widmung kam, zu der Freud von Personen, die Mussolini nahestanden, eher genötigt wurde, als dass er sie aus freien Stücken verfasst hätte. …

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