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Wellen. Wind. Feuer!

Flammen begleiten uns durch Céline Sciammas gesamten Film. Als Wärme- und Lichtquelle flackern sie durch die dunklen Gemächer des Anwesens auf jener einsamen Insel, auf die die Pariser Malerin Marianne (Noémie Merlant) eingeladen wird. Etwa wenn sie sich nackt vor dem Kamin eine Pfeife anzündet, während ihre nassen Mal-Utensilien nach der Anreise trocknen. Vor allem aber geht es um das Lodern der Leidenschaft, versinnbildlicht etwa auf einem von Marianne gemalten Bild, auf dem eine Frau, deren Kleid am unteren Saum brennt, vor dem Nachthimmel steht. Der Film wird zeigen, wie Marianne diese Szene erlebt, die weit über den Moment hinausgeht.

Es ist das Jahr 1770; Marianne soll ein Gemälde von Héloïse (Adèle Haenel) anfertigen. Heimlich, denn die junge Adelige ist frisch aus der Klosterschu…

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