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„Was mich berührt …“

Sonntag: In Ihrem autobiografischen Buch „Nachruf“ wird deutlich, dass Sie nicht die besten Beziehungen zum „Sonntag“ haben. Als 1979 gegen Sie ein Verfahren wegen Devisenvergehens eingeleitet worden war, weil Sie Ihren Roman „Collin“ im Münchner Bertelsmann-Verlag veröffentlicht hatten, bezeichnete ein „Sonntag“-Autor das Buch als „antikommunistischen Schmarren nach Konsalikschen Mustern“. Ist das heute noch wesentlich für Sie?

Stefan Heym: Diese Art des Umgangs mit Intellektuellen hat das Land in hohem Maße geschädigt, und Ihr Blatt hat kräftig dazu beigetragen.

Mir ist es wichtig, darüber zu sprechen, weil ich diese Dinge auch für mich nicht verdrängen will.

Waren Sie damals schon beim „Sonntag“?

Nein, erst seit fünf Jahren.

Dann haben Sie das trotzdem noch mitgemacht, auch die letzten fü…

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