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Wählen heißt strafen

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Solidarischer Zusammenhalt stünde den geschockten linken Kräften in Brasilien jetzt gut zu Gesicht

Foto: Daniel Ramalho/AFP/Getty Images

Der Sieg des ultrarechten Bewerbers Bolsonaro bei der Präsidentenwahl in Brasilien ist eine historische Niederlage für die Linken. Er markiert das tragische Ende des Linksrucks in Lateinamerika, der Anfang des Jahrhunderts zu einem Hoffnungsprojekt der globalen Linken wurde. Die Frage, wie konnte es dazu kommen, sollte nicht mit gedanklichen Schnellschüssen beantwortet werden, die rasch zu Kurzschlüssen werden. Es braucht Zeit zum Nachdenken – auch wenn eine extreme Polarisierung in Brasilien und die Gefahr von politischer Verfolgung dies nicht begünstigen.

Lula da Silva, seine Nachfolgerin Dilma Rousseff und der Partido dos Trabalhadores (PT...

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