Loading

Schreiende Pferde

placeholder issue title image
Deutsche Soldaten im Schützengraben an der Ostfront, 1916

Foto: Topical Press Agency/Getty Images

„Ja, dieses Jahr werde auch ich zurückkommen in mein unversehrtes Liebesheim zu Dir und zu meiner Arbeit“, schreibt der Maler Franz Marc seiner Frau am 4. März 1916 aus einem Unterstand bei Verdun. „Zwischen den grenzlosen schaudervollen Bildern der Zerstörung, mit denen ich jetzt lebe, hat dieser Heimkehrgedanke einen Glorienschein, der gar nicht lieblich genug zu beschreiben ist. In meinen ungemalten Bildern steckt mein ganzer Lebenswille.“

Stunden später soll der gebrochen sein. Franz Marc ist gefallen. Die angekündigten Bilder wird niemand sehen. Tröstlich zu wissen, dass der Genius nicht sterben kann und in Marcs gemalten Bildern lebt, besonders den Gleichnissen von Tierschicks…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.