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Ihr Name war Nobody

Hilma Who? No More“ forderte kürzlich die New York Times nach dem Besuch der Solo-Ausstellung von Hilma af Klint im Guggenheim-Museum. 74 Jahre nach ihrem Tod feiert die amerikanische Presse die schwedische Künstlerin als Wiederentdeckung. Schon der mehrdeutige Ausstellungstitel Works for the Future deutet an, dass af Klint in Zukunft einen festen Platz im Kunstkanon erhalten soll.

Dem war nicht immer so. Af Klints Werk besteht seit 1906 vor allem aus farbintensiven, geometrischen Formen auf großen Leinwänden. Über den Okkultismus kam sie als eine der ersten Künstlerinnen überhaupt zur Abstraktion. Entsprechend rätselhaft sind Titel und Symbolik ihrer Bilder. In der Serie Svanen (Der Schwan) malte sie um 1914 Kreise, aus deren Inneren Lichtstrahlen brechen. Anders als die Werke der Neue…

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