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Der Coup ist gelungen

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Zunächst strebte Sánchez Neuwahlen an, jetzt will er bis 2020 im Amt bleiben

Foto: Michele Tantuss/Getty Images

So konfrontativ wie am 24. Oktober war in Madrid lange keine Parlamentsdebatte mehr. Der konservative Oppositionsführer Pablo Casado beschuldigte den sozialistischen Premier Pedro Sánchez, „Teilhaber und Verantwortlicher eines Staatsstreiches zu sein“. Schließlich kollaboriere er mit katalanischen Separatisten. Damit war eine rote Linie überschritten, Casado brach den Burgfrieden zwischen Sozialisten und seinem Partido Popular (PP). Bis dahin hatte man aus staatspolitischer Verantwortung oft kooperiert.

Selbst am 1. Oktober 2017, als Polizeigewalt das katalanische Unabhängigkeitsreferendum flankierte und Spanien international im Fokus stand, hielt Sánchez, damals sei...

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