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Zelten auf Zeit

Fünf dürre Bäume, drei Felsbrocken, eine grauschwarze Viper, die ihn wütend anstarrt. „Das ist euer Platz!“, sagt die ugandische NGO-Mitarbeiterin in brüchigem Arabisch, deutet auf die 30 mal 20 Meter Land vor ihr. Saveri Obama, 23, nickt, zupft sich am fusseligen Kinnbärtchen, sieht ratlos aus, angesichts dessen, was die junge Frau ihm als sein neues Zuhause vorstellt. Es ist erst 10 Uhr, jedoch gefühlt bereits 40 Grad warm, die Sonne knallt erbarmungslos auf den ugandischen Busch. Saveri Obama lässt sich ins kniehohe Gras sinken, schließt die Augen, das erste Mal seit vielen Tagen. Der Versuch, zu entspannen. Zehn, fünf Minuten wenigstens. „Ein Becher mit Wasser, das wäre jetzt was“, sagt er. Darauf könne er lange warten, sagt die neue Nachbarin. Der Truck mit dem Wasser steckt fest, …

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