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„Wer macht hier sauber?“

Was verbindet die große kommunistische Revolution mit den graswurzelhaften Revolten der 1960er und 70er Jahre? Und waren die hehren Ziele und wie sie verfolgt wurden auch ein Grund dafür, dass sich letztlich nicht verwirklichen ließ, wofür man kämpfte? In Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende, das dieser Tage im Suhrkamp-Verlag erschienen ist, versucht sich Bini Adamczak an einer Dekonstruktion des Dualismus von Haupt- und Nebenwiderspruch, von Gleichheit und von Freiheit. Darüber haben wir mit der Autorin gesprochen.

der Freitag: Sie schreiben über die Russische Revolution und über 1968. Wie kommen diese beiden unterschiedlichen Ereignisse in Ihrem Buch zusammen?

Bini Adamczak: Das 20. Jahrhundert wurde von diesen zwei globalen Revolutionswellen geprägt. Dazwischen befind…

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