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Vor dem Schuss

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Alle Diskurse, die politisch aktuell noch von Belang sind, kommen in Candans filmischen Essay vor

Foto: duvarlarmauernwalls.blogspot.de

Im Herbst 1989 war der Filmemacher Can Candan Student in den USA. Er sah im Fernsehen die Bilder vom Mauerfall und spürte die Freude über das Ende des Kalten Kriegs. Wovon keine Rede war: was der historische Einschnitt für die damals zwei Millionen Menschen der türkischen Community in Deutschland bedeutete.

Also flog Candan 1991 nach Berlin, um einen Film über die Lage seiner Landsleute zu drehen, mit denen ihn in den USA die Sehnsucht nach einem Zugehörigkeitsgefühl verband. Duvarlar – Mauern ist nur 84 Minuten lang, aber ein einzigartiges Dokument. Finanziert wurde das Projekt, wie im Abspann zu lesen ist, mit Geld von amerikanischen Universit…

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