Loading

Gut ohne Ende

Wenn es im deutschen Fernsehen ganz realistisch werden soll, dann geht’s in die Provinz. Die Großstadt ist was für Illusionen und erfundene Karrieren in der Medienbranche, in der Provinz aber stehen die schicken Einfamilienhäuser oder einfachen Doppelhaushälften, aus denen die deutsche Jugend sich hinaus in die großstädtische Medienkarriere träumt, während die Eltern drängen, Jura oder Informatik zu studieren. Weshalb die vorherrschende Stimmung in der Provinz eine gewisse Traurigkeit ist, was den Eindruck des Realismus verstärkt, schließlich wird – zumindest im deutschen Fernsehen – nichts als so reell empfunden wie schlechte Stimmung.

Hans-Christian Schmids ARD-Miniserie Das Verschwinden spielt in einer fiktiven niederbayrischen Kleinstadt an der Grenze zu Tschechien, und obwohl das G…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.