Loading

Das böse Ende

placeholder article image

Illustration: der Freitag

Stellen wir uns vor, unsere Sprache würde durch einen politischen Beschluss, von einer gesamtgesellschaftlichen Abstimmung angeschoben, von heute auf morgen verändert. Etwas Vergleichbares gab es schon einmal – im Jahr 1996, mit dem Ziel der Vereinfachung der Rechtschreibung – na gut, gesamtgesellschaftlich wurde nicht unterstützt, dass das „muß“ zu „muss“ wurde und „du“ in Briefen groß und klein geschrieben sein durfte. Bei der Sprachänderung, die wir uns jetzt vorstellen, geht es weniger um Rechtschreibregeln als um das Recht auf eine bequeme und gerechte Sprache. Hier stehen wir nicht gut da, leider, das Deutsche ist bequem, aber Frauen gegenüber ungerecht, gar eine „Männersprache“, schrieb die Linguistin Luise F. Pusch schon 1984, und daran hat sich…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.