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Saniert, bereinigt

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Frauen in einer von männlichen Künstleregos dominierten Welt

Foto: Clara Nebelling/Connected Archives

Es hieß vor vier Jahren im Magazin The New Yorker, Rachel Cusk habe den Roman gründlich saniert. Nicht einen, nicht ihren, sondern den Roman! Wer sich an die komplizierte Prosa und den distanzierten Sound der Outline-Trilogie (bestehend aus Outline, Transit und Kudos) erinnert, weiß auch, wie gegenwärtig sich das damals anfühlte. Nicht, weil dort Social-Media-Feeds oder iPhones beschrieben wurden. Auch nicht, weil es besonders explizit um soziologische oder politische Phänomene ging. Das Geheimnis lag eher in der zersplitterten Prosa und der unterkühlten Inszenierung von mündlichem Erzählen. Cusks Romanfiguren sprechen in sorgsam inszenierter mündlicher Rede, durch die Erzähleri…

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