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Medienmacht und Triebe

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Der „New York Times“-Artikel, der den Reichelt-Skandal auslöste, zielte eigentlich auf Döpfner (hier neben Friede Springer)

Foto: Gregor Fischer/dpa

Kaum war Julian Reichelt, der oberste Chefredakteur von Bild, wegen Machtmissbrauchs gefeuert, verlagerte sich die Debatte auf die „Kultur“ seines Arbeitgebers: das Unternehmen Axel Springer und dessen Chef Mathias Döpfner. Der Sex mit Abhängigen, das perfide Ausnutzen junger Berufsanfängerinnen traten zum Ärger der Metoo-Bewegung wieder in den Hintergrund. Das lag vor allem daran, dass der Artikel des Medienkolumnisten Ben Smith in der New York Times, der den Skandal auslöste, mehr auf Döpfner als auf Reichelt zielte. Der „Sonnenkönig“ des Springer-Konzerns war nämlich gerade dabei, in den Medienmarkt der USA einzudringen und seine…

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