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Tagebuch

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Nazis hält man gerne Abstand, zumal als linker Journalist – aber wenn die zu Menschenjagden an der polnischen Grenze aufrufen, dann muss man hin. So geschehen am vergangenen Wochenende: Die rechtsextreme Partei „Der III. Weg“ hatte „Grenzgänge“ rund um die Stadt Guben angekündigt. Die Jungs hatten ein Bajonett und eine Machete dabei, auch Schlagstöcke und Pfefferspray – weil angeblich „Tausende Illegale“ über Belarus nach Deutschland strömen und das verhindert werden müsste!

Zwar wurden die Kameraden von der Polizei gestoppt. Warum ich trotzdem nicht alleine durchs nächtliche Brandenburg gestiefelt bin, sondern mich mit einem Kollegen von Spiegel-TV zusammengetan habe, lesen Sie im Politik-Ressort. Gemeinsam fuhren wir über den Neiße-Damm, vorbei an „patrouill…

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