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Piñera ist sich selbst der „mächtigste Feind“

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„Estado terrorista“, „Staatsterrorismus“ steht auf diesem Graffiti in Santiago de Chile

Foto: Martin Bernetti/AFP

Unweigerlich fühlt man sich erinnert an die Zeit der Pinochet-Diktatur während der 1980er Jahre, läuft man derzeit durch Chiles Hauptstadt Santiago. Militärs mit Maschinengewehren und Panzerwagen patrouillieren, Militärhubschrauber kreisen über der Stadt. Ab 20 Uhr gilt eine Ausgangssperre. In die Krankenhäuser werden immer wieder Minderjährige mit Schusswunden eingeliefert.

„Wir befinden uns im Krieg gegen einen mächtigen Feind“, tönt Sebastián Piñera im Fernsehen. Die Rhetorik ist mehr als nur ein Indiz dafür, dass dieser Präsident die Kontrolle über sich und die Situation verloren hat. Anstatt zu beruhigen, wird mit Repression und martialischen Kampfansagen reagier…

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