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Der Müll muss weg

Die derzeitigen Proteste im Libanon sind die größten seit 2005 und 2015. Auslöser war zunächst die geplante Besteuerung von Anrufen über Dienste wie Whatsapp, doch dann gab es kein Halten mehr. Inzwischen überschlägt sich die Regierung unter Premier Saad al-Hariri mit Reformversprechen. Neuwahlen werden immer wahrscheinlicher. Offenbar sind die Sicherheitskräfte angewiesen, Zurückhaltung zu üben, denn was geschieht, erfasst nicht allein Beirut, sondern ein ganzes Land, quer durch alle religiösen und ethnischen Lager. Damit steht nichts weniger als ein politisches System auf dem Spiel.

Es gibt dafür eine lange Vorgeschichte. Der Libanon ist gerade einmal halb so groß wie Hessen. Auf einem Gebiet, das sich rund 200 Kilometer von Nord nach Süd erstreckt und maximal 60 Kilometer vom Mittelme…

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