Loading

Ab sofort wirksam

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 1989 begeben sich ein Filmemacher und ein Grafiker von der legendenumwobenen Schöneberger Bar Ex & Pop in das naheliegende Studio des alternativen Senders Radio 100 an der Potsdamer Straße. Sie haben einen Koffer voller Audiokassetten dabei und einen Plan. Uli M. Schueppel und Johannes „Joe“ Beck sind auf dem Weg zu ihrer Radiosendung Shlim Line Show, mit der sie seit zwei Jahren wöchentlich, immer zwischen zwei und vier Uhr morgens, auf diesem wahrhaft experimentierfreudigen Sender die Grenzen des Radiomachens ausloten.

Jede Sendung ist ein akustischer Trip, zusammengesetzt aus vorproduzierten Schnipseln und Samples. Die Hörerschaft kann sich per Telefon einschalten, Improvisation der Moderatoren – mit und ohne Gäste – lässt die Show in eine …

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.