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Brandstifter auf Jobsuche

Ein Mann wie Jair Bolsonaro, der in Runde eins der Präsidentenwahl 46 Prozent erhielt, spricht sich für die Legalität des Folterns aus und sieht in einer Militärdiktatur einen Weg, Brasilien zu befrieden – und erntet bestenfalls verhaltenen Protest. Was erklärt, warum Fernando Haddad als Kandidat der Arbeiterpartei (er kam am 7. Oktober auf 30 Prozent) bei der Stichwahl am 28. Oktober nur auf ein Wunder hoffen kann, um einen Fanatiker im höchsten Staatsamt zu verhindern.

Fast parallel zum Präsidentenvotum in Brasilien zeigte in Washington die Berufung von Brett Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof die Gleichgültigkeit, wenn nicht Verachtung, mit der die Republikaner im US-Kongress demokratische Normen schleifen. Trotz verschiedener politischer Kulturen in Brasilien und in den USA stell…

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