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Reformatoren

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Augustinus von Hippo (354 – 430) war der Kirchenlehrer der weströmischen Christenheit, auf seine Prädestinationslehre aber, die der Philosophiehistoriker Kurt Flasch als „Logik des Schreckens“ bezeichnet, griffen erst die Protestanten zurück. Sie besagt, dass Gott im Voraus bestimmt habe, welche Menschen zur Errettung erwählt, welche verdammt sein würden. Von ihrem eigenen „Wollen und Laufen“ hänge es nicht ab. Augustinus will das auch begreifen und zitiert Sirach 33, 14 f.: „Dem Schlechten steht das Gute, dem Tod das Leben gegenüber, und so steht gegen den gerechten Mann der Sünder. Schau hin auf alle Werke des Allerhöchsten: Paarweise sind sie geschaffen, eins steht dem anderen gegenüber.“ Gottes Ziel wäre eine ästhetisch ausgewogene Schöpfung gewesen. Der Kirchenlehrer fügt hinzu: …

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