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Ich? Bei der RAF?

Auch die patente Vermieterin des geheimnisvollen Herrn Autenrieth hat eine Meinung zum autobiografischen Roman, an dem er gerade schreibt. Georg Autenrieth hat ihr sein Manuskript zum Lesen gegeben, eine Episode, die Gerhard Falkner gewitzt in seinen Roman Apollokalypse gewoben hat. Es könne doch nicht Sinn der Sache sein, dass sich der Leser damit „abkaspert“, irgendeinen Zusammenhang in diesem Roman zu entdecken, schimpft die Vermieterin. Man wisse nie, „wo man sich zeitlich gerade befindet“. Frauenfeindlich wie Max Frisch sei dieser Erzähler. Autenrieth kommentiert die Tirade mit einer vermeintlich weiteren Passage aus seinem „Machwerk“. Das Zitat stammt aber aus Rainer Maria Rilkes Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge.

Klar, die Vermieterin, das sind natürlich wir, die Leser und …

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