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Vergiftetes Geschenk

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In über 80 Prozent der Eheschließungen gibt es eine Aussteuer

Foto: Stringer Xinhua/Eyevine/laif

Unter „Mitgift“ versteht man Geld, Sachen oder Immobilien, die bei einer Heirat die Familie der Braut an die Familie des Bräutigams übergibt. Diese Praxis kommt häufig in Kulturen vor, in denen die Übertragung von Besitz stark über die väterliche Line erfolgt, die Ehefrau traditionell an den Wohnort des Mannes zieht und deren Erbschaftsgesetze Männer bevorzugen. Historisch gesehen kam die Mitgiftzahlung in Europa, Südasien und Afrika vor. Heute wird in über achtzig Prozent der Eheschließungen in Bangladesch, Indien und Pakistan von der Familie der Frau eine Mitgift gezahlt.

Manchmal wird beschönigend von „Geschenk“ gesprochen. Familien, die sich als fortschrittlich darstellen wollen, …

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