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Stabilität wahren

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Wie sehr haben wir uns von der Ständegesellschaft des Mittelalters wegbewegt? Und warum?

Foto: Picture Alliance/akg-images

Vorurteile, auch über das Jahrhundert der Aufklärung, halten sich hartnäckig. Eine der etablierten Erzählungen über das 18. Jahrhundert lautet, dass es mit dem Bürgertum ein historisches Subjekt gab, das sich allmählich aus den Zwängen der ständischen Gesellschaft emanzipiert habe. Die „Dialektik von Altem und Neuem“ wurde zum „Motor des Fortschritts“ erklärt. Der Freiburger Literaturwissenschaftler Heinrich Bosse, der in den vergangenen Jahrzehnten bahnbrechende Arbeiten zur Geschichte des Urheberrechts und zur Bildungsgeschichte des 18. Jahrhunderts vorgelegt hat, räumt in seiner neuen, umfassenden Monografie mit solchen Vorurteilen auf. Auch wenn es in de…

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