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Wir waren alle mal dumm

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Content von Kindern und Jugendlichen muss anders behandelt werden als der von Menschen über 18

Foto: Rafal Milach/Magnum Photos/Agentur Focus

Als Teenie geriet ich in den 1980er Jahren einst in einen Streit mit einem Lehrer. Unsere Aufgabe in einem der sogenannten Laberfächer lautete, für oder gegen die Todesstrafe zu argumentieren. Ich war dafür, in besonders schweren Fällen, wie ich altklug anfügte. Der Lehrer versuchte mir zu erklären, wieso meine Haltung problematisch war, aber ich verstand ihn nicht, oder ich wollte ihn nicht verstehen. Ich argumentierte aus reiner, emotional empfundener, pubertätshormongefeuerter Empörung.

Diese von mangelnden ethischen und menschenrechtlichen Überlegungen zeugende juvenile Meinung ist mir heute rechtschaffen peinlich. Doch glücklicherweise…

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