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Boykott als Schranke

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Ob hier ein Buch von Sally Rooney zu finden ist?

Foto: Cristina Gottardi/unsplash

Eines der ersten und besten Alben aus dem Genre, das heute als „Weltmusik“ firmiert, ist sicherlich Paul Simons Graceland. Doch als es 1986 erschien, war es ein Skandal, gerade unter Progressiven. Naiv oder planvoll hatte sich der Popstar über den Kulturboykott gegen Südafrika hinweggesetzt, als er 1985 das Land bereiste und mit schwarzen Acts Songs einspielte. Obwohl gewiss kein Rassist, geriet Paul Simon ins Visier des African National Congress. Gegen Konzerte gab es Kundgebungen, hierzulande gar eine Bombendrohung. Verständigungsversuche wurden vom ANC abgeschmettert. Die Bewegung sah einen Affront darin, dass hier ein Weißer besser wissen wolle, wie Widerstand zu leisten sei.

Nun lässt sich die …

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