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„Wie einsam sie war“

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Schneiders Leistung ist es, ihre Entwicklung zwischen ideologischer Treue und erlernter Kompromissbereitschaft nachzuzeichnen

Foto: Imago Images/Christian Ditsch

Sie hat einiges erlebt. Allein diese Ehe: 16 Jahre, auf dem Papier, mit einem Mann, der mit ihr in die Türkei reiste, erst dort gestand, gerade vor Strafverfolgung wegen Anlagebetrugs zu flüchten, und den Sahra Wagenknecht dann dort auf eigene Kosten aus dem Knast holte. Der meist in Irland lebte und während dieser Ehe drei Kinder mit drei Frauen zeugte.

War eben nicht so eng, diese Beziehung, sagt sie heute. Was auf die besondere Rolle von Nähe und Distanz hinweist, wie sie das zentrale Thema der Sahra-Wagenknecht-Biografie des Sozialpsychologen Christian Schneider ist.

Nahegekommen sind ihr wenige. Auch loyal ergebene F…

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