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Was heutige Bewegungen von 1989 lernen können

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Das warenförmige Gedenken will die Vergangenheit immer als Rechtfertigung für die Zukunft heranziehen, wie hier beim Lichterfest in Leipzig

Foto: Imago Images/epd

Christoph Hein meinte die DDR, als er im Herbst 1989 sagte: „Fast jeder Staat der Erde ist bemüht, seine Vergangenheit für die Gegenwart zu schönen.“ Wie wahr die Worte des Schriftstellers knapp 30 Jahre später noch immer sind, offenbarte sich auch dieser Tage: Kürzlich richtete die staatliche Leipzig Tourismus und Marketing GmbH wieder ihr Lichtfest zum 9. Oktober aus; mit Teelichtern in der Hand begingen Tausende Leipziger die historische Route der Montagsdemonstrationen 1989. Friede, Ruhe, Einheit. „Revolutions-Disneyland“ nannte das Stadtmagazin kreuzer das Event.

Befragt von der Leipziger Volkszeitung, lobte am Tag…

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