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Was heute schräg ist, kann morgen gut sein

Zukunftsmusik sei solche, die, „wenn sie jetzt auch schlecht klänge, mit der Zeit sich doch gut ausnehmen würde“. So definierten Musikkritiker den Begriff im 19. Jahrhundert und meinten damit Kompositionen von Wagner, Chopin und Liszt. Wie sich Zukunftsmusik heute anhört, zeigen die 43. Leipziger Jazztage vom 10. bis 19. Oktober an knapp zwanzig Veranstaltungsorten; von Kleinkunstbühne über Kirche bis Oper. Zukunft heißt hier: Experimentieren, nach Neuem suchen, für alles offen sein. Ob funky-soulige Grooves von Jazzanova, elektronisch-eckiges Knarzen von Mouse On Mars, orchestrale Klangflächen vom Andromeda Mega Express Orchestra, verträumte Improvisationen vom Maciej Obara Quartet oder altbekannte Gitarrenorgien von John McLaughlin – hier wird eine große Spannbreite aufgemacht. Das ko…

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