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Sokrates wäre mit dem Netz unzufrieden

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Gut abgehangene Debatten sind im Netz zumindest derzeit nicht zu erwarten

Foto: Imago Images/Steinach

Vor langer, langer Zeit wurde das Internet noch für sein deliberatives, demokratisierendes Potenzial gefeiert. Die sozialen Medien würden dies weiter multiplizieren, jubilierten verschiedene Medien, Aktivisten, Wissenschaftler und generell Optimisten auch weiblichen Geschlechts nach dem Arabischen Frühling. Unter den Stichworten Vernetzung, Selbstermächtigung und Freiheit der Information schien ein mediales Utopia greifbar.

Acht Jahre, einen der Korruption verdächtigen US-Präsidenten, einen Brexit und eine als Oppositionsführerin im Bundestag sitzende rechtspopulistische Partei später ist der utopische Überschuss verbraucht und einer dystopischen Szenerie gewichen: Algorithmen ha…

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