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Ein wenig Zögern kann nicht schaden

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Der diesjährige Träger des deutschen Buchpreises: Saša Stanišić

Foto: Frank Rumpenhorst/Picture Alliance/dpa

Den Satz „Das Zögern hat noch nie eine gute Geschichte erzählt“ sagt auf Seite 24 von Herkunft nicht die Ich-Figur, wie es in der Begründung der Jury zum Deutschen Buchpreis heißt, sondern deren Großmutter. So wichtig ist das nicht, und jene Ich-Figur kommentiert auch stehenden Fußes: „Ich weiß nicht, woher sie das hatte, aber es klang gut.“ Nicht so wichtig, weil sonst alles am Preisträger, dem 1978 im damals jugoslawischen und heute in der Republica Srpska in Bosnien und Herzegowina liegenden Višegrad geborenen Saša Stanišić, stimmt. Und fast alles an der Jurybegründung. „Stanišić ist ein so guter Erzähler, dass er sogar dem Erzählen misstraut“, heißt es da.

Und wie Stan…

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