Loading

1989: Ganz normal anders

placeholder article image
Philipp (l.) und Matthias, als sie glaubten, nichts könne sie trennen

Foto: DEFA-Stiftung/Wolfgang Fritsche

Hier weiß keiner, wie der andere heißt. Hier ist jeder allein. Und jeder hat Angst“, sagt Achim, der Kellner aus dem „Burgfrieden“. Was er meint, ist die Angst, die in den Augen der anderen steht und jeden beobachtet, aus weichen Knien in Magen und Nacken steigt, ständig im Kopf kreist. Angst vor dem Coming-out jenseits vom „Burgfrieden“, der Ostberliner Schwulenbar Ende der 1980er, die Refugium sein kann, nicht muss. Für den Lehrer Philipp ist sie Sehnsuchts- und Schmerzensort, hier hat er den 19-jährigen Matthias getroffen, den er liebt, mit dem er zusammen war für eine Nacht, um ihn wieder allein zu lassen. Nicht zu erlösen von Warten und Hoffen. Einen anderen zu lieben…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.