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Kleb das ab

Das Verhältnis des Kinos zum Ballett ist gespalten. Einerseits Triumph (Billy Elliot), andererseits Destruktion (Die roten Schuhe, Black Swan) und nur sehr selten der Betriebsalltag, wie Robert Altman ihn mit The Company (2003) versucht oder Frederick Wiseman mit der Dokumentation La Danse (2009) realisiert hat. Triumph mit Destruktion geht auch; tatsächlich ist dies sogar der zentrale Topos in der Filmerzählung von der Tänzerin (meist ist es eine Tänzerin), die geformt und geschunden wird, damit ihr am Ende nichts mehr anzusehen ist. Nicht die Arbeit, die das Tanzen bedeutet, und erst recht nicht die Qualen, die mit der Arbeit verbunden sind.

Filme über das Ballett sind also Filme über Körper. Konsumistisch, weil diese Köper meist sehr schön und erstaunlich leistungsfähig sind. Sadisti…

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