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Der Rebell der Dingwelt

Victor Papanek war gerade 15, als er auf der Flucht vor den Nazis aus Wien in New York ankam. Es war 1939, das Jahr der dortigen Weltausstellung, einer Schau stolzen und utopisch aufgeladenen Technikglaubens: Die neuen Horizonte, zu denen die Menschheit auf uferlosen Highways aufbrach, schimmerten in Technicolor, und unterwegs leuchteten die magischen Versprechungen einer heilen Warenwelt aus Fernsehern, Faxgeräten und elektrischen Geschirrspülern von den Werbetafeln. Das gigantische Spektakel zeugte aber vor allem von der verführerischen Macht des Designs, das die wundersamen neuen Errungenschaften und deren Freiheitsversprechen in glänzende Oberflächen kleidete: stromlinienförmig, aerodynamisch und strahlend weiß. Papanek ist dann selbst jahrzehntelang den Verheißungen des Konsumismus…

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