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Ein neues Ei

Im Pop ist die Zukunft schon aus Prinzip ein Thema. Aber wenn sie tatsächlich mal um die Ecke lugt, mit ein paar schwer zu kategorisierenden Klängen und Rhythmen, kriegen die Leute sofort einen Schreck. Dann greift man doch lieber zum Altbekannten. Und die vielgepriesene Zukunft verkümmert zu einer weiteren ungenutzten Option.

Markus Popp kann das nicht verstehen. In einer minimalistisch-eleganten Altbauwohnung in Berlin-Wilmersdorf tüftelt der 48-Jährige an einer Musik, die er gern mit der Molekularküche des spanischen Kochs Ferran Adrià vergleicht. Adrià erschafft mit hohem Hightech-Aufwand Gerichte, etwa einen Tomatensalat, der intensiver und besser schmeckt als das im Biogarten geerntete Original. Popp arbeitet am Computer mit virtuellen Instrumenten, die ihre akustischen Vorbilder …

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