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Eckrentner am Ende

Den Zungenbrecher Prokrastination, das pathologische Aufschieben einer Aufgabe also, kennt man salopp auch als Studentensyndrom. Notorisches Aufschieben grassiert aber natürlich überall. Greift man sich an die eigene Nase, juckt es, herrje, die Steuererklärung. Krankhaft soll Aufschieberitis sein, wenn der Patient so lange und unter hohem Leidensdruck auf morgen verschiebt, obwohl seine Taktik konkrete Sanktionen zur Folge hat.

Kommen wir ohne Umschweife zum leidigen Thema Rente, hier ist die Dunkelziffer der Prokrastinierer vermutlich gigantisch. Dabei wird jedem zweiten Erwerbstätigen, „der im Jahr 2030 aus dem Berufsleben ausscheidet, eine Rente auf Sozialhilfeniveau vohergesagt“. Das schreibt Kristina Vaillant in ihrem gut informierten Buch Die verratenen Mütter. Nach ihrem Bestsell…

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